Beachten Sie bitte unser Seminar mit Maria Hense:

"Grenzen setzen - aber nett!"

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Für einen gewaltfreien und respektvollem Umgang mit unseren Hunden:

 

Hundeschule Zusammenspiel

(anerkannt gem. §11 TierschG)

 

Jutta Alberts

Lehmder Damm

49356 Diepholz

 

Mobil: 0151-50519255

Tel.: 05492-3264

 

m-j-alberts@web.de

Braucht mein Hund einen Mantel?

Eine pauschale Antwort auf die Frage, ob ein Hund einen Mantel braucht, gibt es nicht. Was es jedoch gibt, sind ein paar Sachen, die man bedenken und beachten sollte, denn Hunde sind sehr verschieden und die Mäntel sind es auch.

 

Hunde, die bei uns in der gut beheizten Wohnung leben und dort den Großteil ihrer Zeit verbringen, haben anders beschaffenes Fell als Hunde, die draußen beispielsweise in Zwingern leben. Hier passt sich das Fell der Hunde den jahreszeitlichen Begebenheiten durchgehend an, sofern dies rassetypisch möglich ist! Denn wir Menschen sind es, welche die Fellbeschaffenheit nicht mehr nach Nützlichkeit für den Hund, sondern nach unseren Schönheitsvorstellungen durch Zucht beeinflussen. Und während wir uns zum Gassi gehen warm einpacken, nehmen wir unsere Hunde ohne Übergang in die Eiseskälte mit hinaus, der Temperaturunterschied ist auch für Hunde mit mehr Fell enorm und die Kälte wird über Nase, Mund, Bauchregion und Pfoten aufgenommen.

 

Übrigens frieren Hunde nicht erst, wenn sie schlotternd und die Pfötchen hebend herumstehen. Diese Hunde brauchen offensichtlich einen Mantel. Unwohlsein wegen Kälte beginnt schon viel früher und ist meist nur in Kleinigkeiten bemerkbar: die Hunde wollen beim Gassi gehen schneller nach Hause, manche gehen steifer, andere lieben es im Schnee zu toben und rennen viel herum (um auf Betriebstemperatur zu bleiben!). Viele dieser Hunde bewegen sich wieder "normal" wenn man einfach ein Mäntelchen ausprobiert; überlegen Sie, wie unangenehm es Ihnen ist zu frieren.

 

Ausprobieren sollte man einen Mantel auch bei sehr kurzhaarigen Hunden oder Hunden, die zwar etwas längeres Deckhaar aber wenig bis gar keine Unterwolle haben und daher schnell frieren. Bei alten Hunden, die sich zu wenig bewegen um warm zu werden. Bei kleinen Hunden; sie haben im Vergleich zu ihrem Körpergewicht eine größere Körperoberfläche als Große, somit verlieren sie auch mehr Wärme an die Umwelt und unterkühlen sehr schnell. Aber auch bei Hunden mit gesundheitlichen Problemen kann ein wärmender Mantel ratsam sein. Bei Gelenk- und Knochenproblematiken, wie zum Beispiel die weit verbreitete Hüftgelenksdysplasie (HD), oder Spondylosen an der Wirbelsäule kann ein Schutz vor Regen, Nässe und Kälte den Hunden sehr helfen.

Worauf sollte ich bei einem Hundemantel achten?

Der Mantel sollte dem Fell und der Witterung angepasst werden. Braucht mein Hund zum Beispiel lediglich einen Schutz vor Regen und Nässe, ist es nicht ratsam ihm den dicken Wintermantel über zuziehen. Da Hunde ihren Wärmehaushalt, anders als wir Menschen, nicht mit Schwitzen regulieren können, kann es hier schneller zur Überhitzung kommen. Daher sollte der Mantel bei einigen Hunden im Freilauf auf der Hundewiese, wenn er spielt und rennt ausgezogen werden. Wenn man weiter geht, kann man ihn ja ohne weiteres wieder anziehen.

 

Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Material des Mantels funktional ist, das heißt beispielsweise winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv, waschbar. Ihr Hund hat nichts von schicken Logos, Glitzer oder modischen Stoffen, wenn sie nicht funktional sind. Suchen Sie einen Mantel für Minusgrade auch danach aus, ob die Bauchregion geschützt ist, er darf aber nicht an den Innenseiten der Beine scheuern. Trägt der Hund ein Geschirr, sollte der Mantel ein Loch für den Geschirring haben. Sitzt nun ein Mantel ohne Loch besonders gut, kann entweder das Geschirr so eingestellt werden, dass es über dem Mantel getragen wird, oder man nutzt die Knopflochfunktion einer Nähmaschine und macht selbst ein passendes Loch hinein.

 

Da das Anziehen und Tragen eines Wintermantels für manche Hund erst einmal eine Einschränkung bedeutet, machen Sie beides für Ihren Hund angenehm. Lassen Sie Ihren Hund den Mantel erst einmal in Ruhe inspizieren. Achten Sie dann beim Anziehen auf eine freundliche Körpersprache und geben Ihrem Hund Leckerchen während und nach dem Anziehen. Natürlich können Sie sich das Anziehen auch gleich vom Hundetrainer Ihres Vertrauens zeigen lassen.

 

Bedenken sollte man auch, dass man mit einem Mantel den größten Teil des Hundekörpers verdeckt und ihm somit einen Teil seiner Körpersprache nimmt. Diese ist aber für den Hund sehr wichtig, um mit anderen Hunden kommunizieren zu können. Fremde Hunde die angezogene Hunde nicht kennen, können auf solche auch ängstlich oder aggressiv reagieren.

 

Der Zoofachhandel hält jede Menge Mäntel und Overalls bereit, achten Sie genau darauf, was für Ihren Hund gut ist. Bei Bestellungen im Internet, sollte eine Rückgabe möglich sein, damit Sie nur einen optimalen Mantel behalten.

 

Copyright: Jutta Alberts, Hundeschule Zusammenspiel.
Als Autorin erlaube ich, diesen Text ungekürzt, unverändert und unter Nennung der o.g. Quelle weiträumig zu verbreiten.